Wie wird ein Hausprojekt realisiert ?

Die Dachgenossenschaft „Wohnen für Alle eG“ (in Vorbereitung) in Freiburg, setzt sich zum Ziel, neue Formen gemeinschaftlichen Wohnens zu unterstützen und zu entwickeln. Insbesondere die neuen Quartiere Kleineschholz und Dietenbach bieten hierfür Raum für Entwicklung.

Kernziel der Initiative ist es, für zivilgesellschaftlich—wohnwirtschaftliche Projektinitiativen durch die Gründung einer Dachgenossenschaft den leichteren Zugang für preiswertes Wohnen in neuen Quartieren zu ermöglichen. Sie übernimmt eine sozialstabilisierende Rolle für diese Quartiere. Bei der damit verbunden Unterstützung verschiedener Projektinitiativen werden Milieugrenzen überschritten und so eine integrative Vielfalt im Quartier ermöglicht.

Aufgabe der Dachgenossenschaft ist einen organisatorischen und rechtlichen Rahmen für Projekte des gemeinschaftlichen Wohnens anzubieten. Diesen wird so ermöglicht die Vorteile einer Wohnungsgenossenschaft zu nutzen: Teilneutralisierung des Kapitals, Haftungsbegrenzung, wirtschaftliche Prüfung, demokratische Struktur, sozialer Förderauftrag, Einbindung externen Kapitals etc. Gleichzeitig können sie auch die Besonderheiten überschaubarer Wohnprojekte mit Aspekten wie hohe Gruppenautonomie, Selbstorganisation, Eigenverantwortung, überschaubare Nachbarschaftsstruktur und Kostengünstigkeit genießen.

Grundlage dafür ist, dass beide Ansätze miteinander verbunden werden. Dies geschieht, indem die Genossenschaft den jeweiligen Wohn- bzw. Hausprojekten bzw. –Initiativen eine vertragliche Struktur (Hausverwaltungsverträge) anbietet, der ihnen diese Autonomie ermöglicht. Die Gruppen selbst müssen im Gegenzug vertragliche Verpflichtungen eingehen, die trotz der Autonomie sicherstellen, dass Haftungsrisiken für die Genossenschaft auf ein Minimum beschränkt bleiben.